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Stefan Zweig. Marie Antoinette: Bildnis eines mittleren Charakters (1932)

marie-antoinette
Anonymes Gemälde 1793

Einleitung
Die Geschichte der Königin Marie Antoinette schreiben, heißt einen mehr als hundertjährigen Prozeß aufnehmen, in dem Ankläger und Verteidiger auf das heftigste gegeneinander sprechen. . . .
Nun wohnen Wahrhaftigkeit und Politik selten unter einem Dach, und wo zu demagogischem Zweck eine Gestalt gezeichnet werden soll, ist von den gefälligen Handlangern der öffentlichen Meinung wenig Gerechtigkeit zu erwarten. Kein Mittel, keine Verleumdung gegen Marie Antoinette wurde gespart, um sie auf die Guillotine zu bringen, . . .
Um so entschiedener erfolgte dann der Umschwung, als 1815 abermals ein Bourbone den französischen Thron bestieg; um der Dynastie zu schmeicheln, wird das dämonisierte Bild mit den öligsten Farben übermalt:
Die seelische Wahrheit liegt hier wie meist in der Nähe der Mitte. Marie Antoinette war weder die große Heilige des Royalismus noch die Dirne, die »grue« der Revolution, sondern ein mittlerer Charakter, . . .
http://gutenberg.spiegel.de/buch/marie-antoinette-6856/2

Bereits die Einleitung enthält die wichtigsten Themen, über die es aus mehreren Gründen auch im jungen, „neuen“ Jahrtausend zu reflektieren lohnt: Einzelpersonen als Symbolfiguren ihrer Zeit,  soziale und politische Strömungen,  die „öffentliche Meinung“ und ihre Beeinflussung.
Sehr erhellend ist die Beschäftigung mit der Entstehungszeit dieses biografischen Romans: Er wurde ein großer Erfolg, allein 1932 erschienen im Leipziger Insel Verlag drei Auflagen. (In welchen Kapiteln mögen die Leser/innen Parallelen zu ihrer Zeit entdeckt haben?) Bald wurde eine Überarbeitung der Werke dieses „jüdischen Erfolgsautors“ mit Französischkenntnissen in Auftrag gegeben. Die folgenden Biografien Maria Stuarts und Magellans erschienen bei einem Wiener Verlag. (1935, 1938) Zweig war nach einer Hausdurchsuchung wenige Tage nach den Februarkämpfen 1934 geschockt nach London emigriert.
https://www.falter.at/falter/rezensionen/
buch/471/9783458359043/marie-antoinette

Faszinierend sind die feinfühlige, psychologische Beschreibung der Hauptfigur und die bereits in der Einleitung anklingende sprachliche Gestaltung. So entsteht auf der Basis damals bekannter historischer Fakten ein sinnlich erfahrbares Porträt des späten 18. Jahrhunderts, das uns auch zum Nachdenken über unsere Gegenwart anregt.
P.S. Marie-Antoinette (geb 2. November 1755 in Wien, Hofburg; † 16. Oktober 1793 in Paris, Guillotine am Place de la Révolution, heute: Place de la Concorde) wurde als Erzherzogin Maria Antonia von Österreich geboren. Durch Heirat mit dem Thronfolger Louis Auguste (Bourbone) wurde sie 1770 Dauphine von Frankreich…… Wikipedia.org

Überblick:
https://www.youtube.com/watch?
v=l71_oDfE4lE


Film "La Révolution française (1989) Part 2": Ececution  3:31 min  https://www.youtube.com/watch?
v=BSoVRXOit-M

Tipps:
Marie Antoinette ist ein US-amerikanischer Film von Sofia Coppola aus dem Jahr 2006. Er bebildert das Leben der österreichischen Erzherzogin und 
französischen Königin Marie Antoinette und basiert auf der Biografie von Antonia Fraser. Die Uraufführung fand am 24. Mai 2006 im Rahmen des Wettbewerbs bei den Filmfestspielen in Cannes statt.  
Kirsten Dunst

https://www.youtube.com/watch?
v=yBWyKRoh98U

Lebwohl, meine Königin (Les adieux à la reine) ist ein französischer Historienfilm aus dem Jahr 2012, Regie führte Benoît Jacquot. Der Film erzählt die Geschichte der Französischen Revolution vom 14. bis zum 17. Juli 1789 aus der Sicht der königlichen Vorleserin Sidonie Laborde, die der Königin Marie Antoinette nahestand. Diane Kruger

https://www.youtube.com/watch?
v=hBTpaF7h0HA

Flucht nach Varennes: Der Film basiert auf dem 1982 erschienenen Roman La Nuit de Varennes ou l'Impossible n'est pas français von Catherine Rihoit und behandelt ein geschichtliches Ereignis aus dem Jahr 1791, nämlich den Fluchtversuch des französischen Königs Ludwig XVI., seiner Gemahlin, der Königin Marie-Antoinette, und ihrer beiden Kinder nach Varennes (Lothringen) und deren Festnahme.

https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/flucht-nach-varennes

marie-antoinette-kidsÉlisabeth Vigée-Lebrun. 1787  
Marie Therese (1778-1851), Louis Joseph 1781-1789, Louis Charles 1785-95
leere Wiege: Tochter Sophie war mit 11 Monaten im Juni 1787 gestorben

 

Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff