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Kultur als Lebensmittel

Miguel Torga, geb. als Adolfo Correira Rocha (* 1907 in São Martinho de Anta,
Trás-os-Montes, Portugal; † 1995 in Coimbra, Portugal)

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Anlässlich des 100. Geburtstags des Autors machten es die breit gestreuten, vielfältigen Veranstaltungen deutlich: Er war einer der bedeutendsten portugiesischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die Wahl seines Pseudonyms charakterisiert ihn und sein Werk: „Torga ist eine Pflanze aus Trás-os-Montes, ein Heidekraut von der Farbe des Weins mit sehr festen, harten Wurzeln, die zwischen den Felsen sitzen. So wie ich hart bin und meine Wurzeln in harten, spröden Felsen habe.“ Metzler Lexikon Weltliteratur, Band 3  
Für den Vornamen Miguel gibt es zwei berühmte Paten: Cervantes und Unamuno.
Torgas Biografie veranschaulicht auf dramatische Weise die politischen und sozialen Verwerfungen seiner Zeit.

https://www.nzz.ch/ein_fleck_erde_
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Vindima (1945) Weinlese (1965/1997) Übersetzung Erika Farny

Das Douro-Tal ist vielen Menschen von einer der idyllischen Kreuzfahrten oder  wegen des köstlichen Portweins bekannt. Sie  wären vielleicht bereits bei den ersten Zeilen des Romans mit dem verheißungsvollen Titel Weinlese irritiert:
Insgesamt waren es vierzig Männer, Frauen und Kinder. Seara, der Verwalter des Cavadinha-Gutes, war von Haus zu Haus gegangen, als hätte er eine frohe Botschaft zu verkünden und nicht, als wäre er gekommen, Lasttiere anzuwerben . . .
Dass jährlich zur Weinlese Bewohner eines Bergdorfes im Norden zu einem der Weingüter hinabsteigen, bildet einen Handlungsstrang. Eine der beiden Besitzerfamilien stammt aus der Feudalzeit, sie scheinen die harte Arbeit der Tagelöhner immerhin zu respektieren.  Die Nachbarfamilie gehört zu den Aufsteigern, jede ihrer Handlungen und Äußerungen beweist, dass Boden und Reichtum bei ihnen nicht in guten Händen sind. Besonders interessant ist die Rolle des aus der Stadt angereisten Arztes, eines Berufsstandes, dem der Autor selbst angehört.

Die  Naturbeschreibungen mögen viel von Reisen Vertrautes schildern. Auf meisterhafte Weise vermittelt der Autor vor dieser Kulisse, wie sich am Schicksal unterschiedlichster Menschen die dramatischen gesellschaftlichen Veränderungen zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts ankündigen.

Darüber hinaus erschrecken die vielen Parallelen zwischen diesem „portugiesischem Welttheater auf kleiner Bühne“ (Gauß, siehe unten) und den Entwicklungen der Gegenwart.

Karl-Markus Gauß
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/
buecher/rezensionen/belletristik/rezension-belletristik-vierzehn-tage-ohne-den-duft-der-trauer-11306124.html

Ausblick: https://www.deutschlandfunk.de/portugal-und-der-brexit-von-alten-verbuendeten-und-neuen.795.de.html?dram:article_id=434309

 

Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff