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Kultur als Lebensmittel

William Shakespeare.
Der Sturm/The Tempest (161o/11)

caliban
Franz Marc »Caliban« (1914)

»Wir sind aus solchem Stoff, aus dem  man Träume macht; und unser kleines Leben umschließt ein Schlaf.« 
IV/1  Akademietheater, Programmheft

Wie viele Deutungen wurden für dieses letzte von Shakespeare autorisierte und am Hof uraufgeführte Stück bemüht! „Sturm“, „Schiff“, „Insel“, das Gegensatzpaar  Prospero (rechtmäßiger Herzog von Mailand) -  der als „wilder und missgestalteter Sklave“ bezeichnete Caliban und Ariel, der Luftgeist, laden dazu ein.
Sh. kannte die abenteuerlichen Berichte der Seefahrer und Meldungen über Schiffs-katastrophen. „Wenn sie (Anm.: die Menschen dieser Zeit) damals über die London Bridge gingen, haben sie aufgespießte Köpfe und Körperteile gesehen, und so etwas wie Gnade und Vergebung waren eigentlich nicht vorgesehen in diesem Staatswesen.“ (Barbara Frey. Programmheft Akademietheater).
Antike Autoren und Schriften über den idealen Staat sind Shakespeare vertraut.
Bereits 2007 (Direktion Klaus Bachler) präsentierte die Schweizerin Barbara Frey im Rahmen eines Shakespeare Zyklus ihre auf 3 Darsteller reduzierte Fassung am Wiener Akademietheater. Sie war seither auf vielen Bühnen zu sehen, feierte auch eine Rückkehr nach Wien.
„Deshalb haben wir entschieden, die Behauptung aufzustellen, dass man die drei prägnantesten Figuren – Prospero, Ariel, Caliban – herauslösen kann und damit zu einem fragmentarischeren Umgang mit dem Text kommt.“ (Frey, Programmheft)  „Man denkt ja bei Shakespeare immer, man bräuchte den ganz großen Werkzeugkasten. Und ob das wirklich stimmt, das ist die Frage dieser Arbeit.“ (Joachim Meyerhoff, s.o.) „Die Ernüchterung bei Prospero ist interessant: Er errichtet ein Riesengebäude, denkt dann aber daran, dass alles vorbei ist und er sterben muss . . . Da ist es im Stück ganz erstaunlich, dass es zu diesem – von Ariel eingeblasenen – Geniemoment kommt. Dass Prospero seine alten Feinde gar nicht töten muss.“ (Frey, s.o.)
„Ich denke, dass Prospero das Gute als Lehrer in seine Tochter eingepflanzt hat. In der Verbindung zwischen Ferdinand und Miranda wird es in die nächste Generation weitergetragen.“ (Maria Happel, s.o.)

Eine intensive, großartige Aufführung, die in ihrer Reduziertheit mittels magischer Klänge auch die Zauberwelt fühlbar werden lässt. Herausragende schauspielerische Leistungen, insgesamt in 7 Rollen.
Prospero (Johann Adam Oest) fungiert auch als Erzähler. (Filmtipp: Peter Greenaway. Prospero´s Books. 1991)

Ausblick:

www.shakespeare-projekt.de

8 internationale Autorinnen und Autoren erzählen Shakespeare - Dramen neu:
z.B. Margaret Atwood. Hexensaat (Der Sturm), Anne Tyler. Die störrische Braut
(Der Widerspenstigen Zähmung)

http://www.burgtheater.at/Content.Node2/
home/spielplan/event_detailansicht.at.php?
eventid=1241466


http://www.salzburgerfestspiele.at/
archivdetail/programid/5304

https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article119923775/Burgtheater-Star-Meyerhoff-als-Ariel-in-Berlin.html

Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff