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Kultur als Lebensmittel

Zum Wiederlesen:
Bertolt Brecht (1898-1956) Flüchtlingsgespräche (Entstehung ab den frühen 40er Jahren, Erstveröffentlichung 1956, erweiterte Ausgabe 2000)

fluechtlingsgespräche

Im Restaurant, eigentlich einem Wartesaal, des Hauptbahnhofes von Helsingfors und an anderen Treffpunkten sprechen zwei politische Flüchtlinge „Der Große“, später stellt er sich als Ziffel, Physiker, vor und „Der Untersetzte“, Kalle, ein Metallarbeiter, über verschiedene Themen: Sich vorsichtig umblickend, stellen sie Reflexionen über ihre Situation, das Vordringen der deutschen Truppen und allgemeine Betrachtungen an.

Brecht verließ Deutschland am Tag nach dem Reichstagsbrand (28.2.1933). Prag, Wien, Zürich, Paris, Dänemark waren seine ersten Zufluchtsorte. 1935 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. In dieser Zeit entstand der Großteil seiner bekanntesten Werke. Über Finnland kam er 1941 in die USA. Erst ab 1949 konnte er am Ostberliner Theater am Schiffbauerdamm mit einem eigenen Ensemble arbeiten.

Das folgende Zitat macht verständlich, weshalb die „Flüchtlingsgespräche“ wieder vermehrt auf Bühnen präsentiert werden.
https://buehnen-halle.de/fluechtlingsgespraeche#!/

http://www.experimentaltheater.com/
projekte/artikel/getarticle/News/detail/
fluechtlingsgespraeche-21-wert-des-menschen/

DER UNTERSETZTE
Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.
DER GROSSE
Man kann sagen, der Mensch ist nur der mechanische Halter eines Passes. Der Paß wird ihm in die Brusttasche gesteckt wie die Aktienpakete in das Safe gesteckt werden, das an und für sich keinen Wert hat, aber Wertgegenstände enthält. . . .
Bertolt Brecht, Gesammelte Werke 14, S. 1383

Die auf den ersten Blick einfache Sprache umkreist die zentralen Bereiche menschlicher Existenz. Zweideutigkeit, Distanziertheit  und Ironie des Textes verstärken dessen Gültigkeit bis zur Gegenwart.

Ergänzung:
Film: Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm. Regie: Joachim A. Lang (2018)
Bertolt Brecht (Lars Eidinger) Helene Weigel (Meike Droste) . . . Mackie Messer (Tobias Moretti) Polly/Carola Neher (Hanna Herzsprung) Peachum (Joachim Król) Moritatensänger (Max Raabe)
Trailer https://www.youtube.com/watch?
v=zaqTlV4Mem4


Gespräch mit Regisseur und Lars Eidinger https://www.youtube.com/watch?
v=OLQb3wNuN30

Film: Abschied. Brechts letzter Sommer
Regie: Jan Schütte (2000)
Bertolt Brecht (Josef Bierbichler)
Helene Weigel (Monica Bleibtreu) . . .
Elisabeth Hauptmann (Elfriede Irrall) 
Barbara Brecht (Birgit Minichmayr)

https://www.skip.at/film/1519/


Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff