Neu

Ibsen Borkman

Murer

Stefanie Sargnagel

Bilder: Zypern

Irene Dische

Körper und Seele

Sasha M. Salzmann

Ingo Schulze

Kurt Palm

Angelika Mechtel

Bilder: Marken

Der Sturm

David Großmann

Mathias Énard

Jim Jarmusch

Michael
Kumpfmüller

Marie Ebner-Eschenbach

Stefan Zweig

André Heller

Fotos Rhodos

Peter Rosei

Maikäfer flieg

Monique Schwitter

Ewige Jugend

Moritz Rinke

Rafik Schami

Adriana Altaras

Taxi Teheran

Ursula Krechel

Egyd Gstättner

Fotos Brandenburg

René Freund

Sibylle Berg

Fotos Palma Sevilla 05/15

Von Menschen und Pferden

Gustav Ernst

Sils Maria

Literaturkurs 03/15

Mayröcker

Teresa Präauer

Franz Kain (Trakl)

FotosRom 09/14

Nicolas Mahler

Saša Stanišić

Thomas Meyer

Urs Widmer

Fotos Malta Gozo

Thomas Glavinic

Wim Wenders

Literaturkurs
Nov. 2014

Jim Jarmusch

Medea & Eurydike

Brigitte Kronauer

Peter Henisch

Michael Kohlhaas

Das Mädchen Wadjda

Joseph Zoderer

Wolfgang Herrndorf

Anna Rottensteiner

Maria Eliskases

Christoph Ransmayr

Michael Köhlmeier

Innere Blutungen

Ulf Erdmann Ziegler

Hannah Arendt

Fotos Montenegro

Robert Schindel

Edgar Hilsenrath

Sherwood
Anderson

Barbara Frischmuth

Oh Boy

Angels´Share

Vea Kaiser

Fool of Love

Ljudmila Ulitzkaja

Ferdinand Raimund Alpenkönig

Fotos Lovran 10/12

Literaturkurs 11/12

Fotos München 09/12

Juli Zeh

Christa Wolf

Fotos Berlin 08/12

Olga Martynova

Heinrich von Kleist
Prinz von Homburg

Marion Brasch

Cornelia Travnicek

Amélie Nothomb

Josef Bierbichler

Fotos Suedsteiermark & Ungarn

Cécile Wajsbrot

Antonio Tabucchi

Houllebecqe

Fotos Berlin

René Pollesch

Thomas Glavinic

Fotos Brüssel

Cheyenne. This Must Be the Place.

Hans Fallada

Sabine Gruber

Arthur Schnitzler

Josef Haslinger

Jonas Jonasson

Alissa Walser

maschek 101010

Der Name der Leute

Die Anonymen Romantiker

Fotos Amsterdam

Maja Haderlap

Maria Eliskases

Andrea Grill

Diknu Schneeberger

Vladimir Vertlib

Peter Hacks

Silke Scheuermann

Daniel Kahn

Bilder Murano Venedig

Tiziano Scarpa

 

Kultur als Lebensmittel

Sommerfest (D 2017) nach dem Roman von Frank Goosen (2012)
Regie: Sönke Wortmann

zeche

Zeche Hannover Bochum

Um die rasanten Veränderungen  der vergangenen Jahrzehnte sinnlich erfahrbar zu machen, eignen sich Familiengeschichten besser als so manche historische Abhandlung. Frank Goosen, Jahrgang 1966, lebt als Solokabarettist und Autor  in seiner Geburtsstadt Bochum. Bereits sein erster Roman „liegen lernen“ wurde 2003 verfilmt.
In einem Interview schildert der bekannte Regisseur Sönke  Wortmann, Sohn eines Bergmanns und ehemaliger Fußballspieler aus dem Kreis Recklinghausen, was die Lektüre des Romans „Sommerfest“ in ihm auslöste.
Bereits die Besetzung der Hauptrolle (Stefan Zöllner, Schauspieler) mit Lucas Gregorowicz zeigt, wie wichtig authentische Sprechweisen und Drehorte genommen werden.

Im Film erhält Stefan nach der Vorstellung von Schillers „Die Räuber“ in einem Münchner Theater einen Anruf. (Er spielt den nach einer Intrige seines Bruders vom Vater enterbten, unter Räubern lebenden Karl Moor.) Sein Vater ist verstorben. Geschminkt und im Kostüm reist er ins Ruhrgebiet. In wenigen Tagen will er den Verkauf des kleinen Hauses seiner Eltern abwickeln. Im Laden von Omma Änne trifft er Toto, der ihn gleich zum Abholen einer Schrankwand im Nachbarort einteilt. So sieht er ehemalige Schulkollegen, inzwischen Kleinkriminelle, wieder, besucht ein Fußballspiel des örtlichen Vereins und begegnet schließlich Charlie, seiner Liebe seit Kindertagen.
Erinnerungen, Gefühle und vom Verstand geleitete Überlegungen bringen Stefan in mehrfacher Hinsicht zum Taumeln.
Was hat der sogenannte „Strukturwandel“ mit der Bevölkerung des ehemals größten industriellen Ballungsgebietes Europas gemacht?
Die meist in Ruhrpottdeutsch mit seinen heftigen, sehr anschaulichen Formulierungen gehaltenen Dialoge lassen die enormen wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen erahnen. Das „Private“ macht die großen Zusammenhänge sichtbar. Vieles lässt sich auf  andere Regionen übertragen. 
In diesem Film offenbaren sich die Vorzüge der Komödie: Das Lachen bringt viele Wahrheiten ans Tageslicht.
Wenn Jasna Fritzi Bauer – der Filmmusik im Stil spanischer Gitarrenmusik folgend - den 70er-Jahr Song „Oh Mandy“ auf Spanisch singt, mischt sich doch ein Hauch Melancholie dazu.

https://www.kiwi-verlag.de/buch/sommerfest/
978-3-462-04386-0/

Trailer: https://www.youtube.com/watch?
v=2OmUKmkipiE

Interviews: https://www.youtube.com/
watch?v=xhKNtrSWGrs

https://www.eldoradio.de/news/interview-mit-soenke-wortmann-zum-film-sommerfest

https://www.ksta.de/kultur/soenke-wortmann--der-mensch-im-ruhrgebiet-glaubt--dass-muenchen-der-letzte-kaese-ist--27896754#

http://www.welcome.ruhr/ruhrgebiet/


Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff