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maschek 101010

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Die Anonymen Romantiker

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Tiziano Scarpa

 

Kultur als Lebensmittel

Tanja Paar. Die zitternde Welt (2020)

www.wikipedia.org

Es lohnt, die Danksagung der Autorin zuerst zu lesen. Die Hauptfiguren seien frei erfunden. (Die historisch belegten Personen wie Gertrude Bell, Lawrence von Arabien, Nazim Hikmet u.a. . . lösen bei den Lesenden vor allem aus Filmen gespeiste Bilder und Assoziationen aus.)
Die Schauplätze und die zeitlichen Eckpunkte der Handlung sind real. Die alle Ebenen verbindende Achse ist die Bagdadbahn. Ihr Bau diente vor dem Ersten Weltkrieg vor allem den strategischen Interessen des Deutschen Reiches.  Erst 1940, 52 Jahre nach dem Baubeginn, erreichte der erste „Taurus Express“ den Zielbahnhof Bagdad. In der Zwischenzeit galt das Interesse vor allem dem Bau von Pipelines für den Transport des begehrten Erdöls aus dem Irak Richtung Westen.
Wegen der lang anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in dieser Region war die Autorin für ihre Recherche auf Archive, Bibliotheken, Filme, Erzählungen u.a. angewiesen.
Der Roman ist in 2 Teile und einen Epilog gegliedert.
Maria, aus der Gegend um Schärding stammend, folgt hochschwanger dem  Linzer Bauingenieur Wilhelm, dem Vater ihres Kindes, an die Baustelle der Bagdadbahn. (Geheiratet wird erst viele Jahre später.)
In der ersten Phase lebt die wachsende Familie (zwei Söhne, ein Kleinkind verstorben, eine Tochter) in einer idyllischen, gebirgigen Gegend Anatoliens. Sie wird von einheimischen Bediensteten freundlich umsorgt. Der Umzug in die nächste größere Stadt bringt Wohlstand und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Mit dem Sommer 1914 ändert sich die Situation der Österreicher mit den kaum Deutsch sprechenden Kindern, die als Bürger des Osmanischen Reiches gelten, dramatisch.  Die Söhne werden unter geänderter Identität in das grauenhafte Geschehen des Krieges katapultiert.
Die Tochter ist bei den Eltern in Wien. (Wer ihr leiblicher Vater ist, schlängelt sich in Andeutungen und Gewissheiten durch den Roman.)  Die in jeder Hinsicht prekäre Situation der Zwischenkriegszeit verlangt der kleinen Familie viel ab. In Istanbul, der Hauptstadt der Republik Türkei, führt der zweitgeborene Sohn ein wechselvolles Leben.  
Im Epilog sucht er schließlich in der Schlucht nahe des  ersten Wohnhauses innere Ruhe.
Die Faszination, die sich bei der Lektüre ab der ersten Zeile einstellt, entspringt der  schwebenden, offenen  Erzählweise. Unfassbar, welche Herausforderungen diese  Menschen verarbeiten und bewältigen müssen. Querverbindungen zur Gegenwart stellen sich ein.

http://tanjapaar.at/

https://www.haymonverlag.at/produkt/8112/
die-zitternde-welt/

https://www.literatur-blog.at/2021/05/tanja-paar-die-zitternde-welt/

Der deutsche Imperialismus am Beispiel der Bagdadbahn:

https://www.deutschlandfunk.de/vor-80-jahren-eroeffnet-die-erste-bahnstrecke-von-istanbul.871.de.html?dram:article_id=481997

https://holzmann-bildarchiv.de/wp-content/uploads/2014/12/Die-Bagdadbahn.pdf

https://www.ardmediathek.de/video/
eisenbahn-romantik/die-bagdadbahn/swr-fernsehen/
Y3JpZDovL3N3ci5kZS8xNzc2Mjc0OA/

https://www.grin.com/document/901363

https://www.welt.de/welt_print/
article3416391/ Volldampf-voraus-an-
Euphrat-und-Tigris.html

Zusatzinformationen:

Oktober 1898 Treffen des deutschen Kaisers Wilhelm II mit Theodor Herzl in Jerusalem. 
https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2018/10/31/herzl-und-der-deutsche-kaiser/

Karl May (1842-1912)
Arbeitsweise: https://www.sueddeutsche.de/kultur/karl-may-kunst-der-montage-1.3840321

Karl May war vom Mythos Eisenbahn fasziniert. Daher mangelt es den Schauplätzen seiner Fantasie nicht an packenden Eisenbahnszenen.
Der sogenannte Orientzyklus ist eine Serie von Romanen des Schriftstellers Karl May. Die zugrundeliegenden Erzählungen erschienen, teils mit Unterbrechungen, zwischen 1881 und 1888 in der Zeitschrift Deutscher Hausschatz in Wort und Bild bei Friedrich Pustet in Regensburg.
In den Jahren 1899 und 1900 bereiste Karl May erstmals tatsächlich den Orient.

https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Von_Bagdad_nach_Stambul
_(GR3)

 

Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff