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Michael
Kumpfmüller

Marie Ebner-Eschenbach

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André Heller

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Ewige Jugend

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Ursula Krechel

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René Freund

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Fotos Palma Sevilla 05/15

Von Menschen und Pferden

Gustav Ernst

Sils Maria

Literaturkurs 03/15

Mayröcker

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FotosRom 09/14

Nicolas Mahler

Saša Stanišić

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Fotos Malta Gozo

Thomas Glavinic

Wim Wenders

Literaturkurs
Nov. 2014

Jim Jarmusch

Medea & Eurydike

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Michael Kohlhaas

Das Mädchen Wadjda

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Fool of Love

Ljudmila Ulitzkaja

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Fotos Lovran 10/12

Literaturkurs 11/12

Fotos München 09/12

Juli Zeh

Christa Wolf

Fotos Berlin 08/12

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Heinrich von Kleist
Prinz von Homburg

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Cornelia Travnicek

Amélie Nothomb

Josef Bierbichler

Fotos Suedsteiermark & Ungarn

Cécile Wajsbrot

Antonio Tabucchi

Houllebecqe

Fotos Berlin

René Pollesch

Thomas Glavinic

Fotos Brüssel

Cheyenne. This Must Be the Place.

Hans Fallada

Sabine Gruber

Arthur Schnitzler

Josef Haslinger

Jonas Jonasson

Alissa Walser

maschek 101010

Der Name der Leute

Die Anonymen Romantiker

Fotos Amsterdam

Maja Haderlap

Maria Eliskases

Andrea Grill

Diknu Schneeberger

Vladimir Vertlib

Peter Hacks

Silke Scheuermann

Daniel Kahn

Bilder Murano Venedig

Tiziano Scarpa

 

Kultur als Lebensmittel

Paterson. Regie: Jim Jarmusch (2016)

wasserfall

Sein neuer Film wirkt wie eine Art Gegen-entwurf zu den Vereinigten Staaten des Donald Trump: still und leise, sensibel und lyrisch.

http://www.dw.com/de/eine-art-gegen-trump-jim-jarmusch-und-sein-neuer-film-paterson/a-36396863

Ein Busfahrer der Linie 23 trägt den gleichen Namen wie die Stadt in New Jersey, die ihrerseits nach einem  der Unterzeichner der amerikanischen Verfassung (1787) – nämlich Paterson – benannt wurde. Täglich wacht er ohne Wecker neben seiner wunderschönen Partnerin Laura auf, geht zu Fuß zu den Busgaragen, hat Sätze z.B. über eine perfekt gestaltete Streichholzschachtel im Kopf, fährt seine Tour, hört den unterschiedlichsten Gesprächen zu, isst vor dem berühmten Wasserfall sein Sandwich, notiert eines seiner Gedichte (von Ron Padgett für diesen Film verfasst), nimmt während der Fahrt Eindrücke von dieser Stadt auf, deren wirtschaftlich beste Zeiten der Vergangenheit angehören. (Die Liste hier geborener bekannter Künstler ist lang: u.a. Allen Ginsberg.) Am Abend geht er mit Lauras englischer Bulldogge Marvin eine Runde, kehrt auf genau ein Bier in der Shadow Bar ein und ist zufrieden. Der Film folgt dem  Prinzip der Fuge: An den 7 Tagen einer Woche werden Themen wiederholt, variiert und neu zusammengefügt. Die Verdoppelung, auch in Form von Zwillingen, spielt eine große Rolle. (Berührend die „Seelenverwandtschaft“ mit einem Gedichte schreibenden Mädchen, das auf seine Mutter und Zwillingsschwester wartet.) So entfaltet sich die ungeahnte poetische Kraft des Alltäglichen.  Auf ähnliche Weise arbeitet seine aus dem Iran stammende, quirlige Freundin. (Sie ermuntert ihn, endlich seine Gedichte zumindest im Copy Shop zu vervielfältigen.) Täglich variiert sie die in schwarz-weiß gehaltene Innenausstattung des kleinen Hauses und ihre Kleidung. (Nur der eigenwillige Marvin thront weiter in einem Stuhl mit Perser-Kleinteppich.) Per Internet bestellt sie eine dazu passende Gitarre mit Spielanleitung.
Menschen, Texte, Bilder, Musik schaffen die Philosophie dieses Films: "No ideas but in things" heißt es in dem Rap, der in einem Waschsalon vorgetragen wird.

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=
uvuprUNoHbE

http://www.berliner-zeitung.de/25101744

http://www.tagesspiegel.de/kultur/film-des-jahres-paterson-eine-amerikanische-utopie-von-jim-jarmusch/14847160.html

Sprache & Identität

nua ka schmoez ned how e xogt!
nua ka schmoez . .
aus:
h.c. artmann: med ana schwoazzn dintn. salzburg. 1958. s 7

Es tut keiner Muttersprache weh, wenn ihre Zufälligkeiten im Geschau anderer Sprachen sichtbar werden. Im Gegenteil, die eigene Sprache vor die Augen einer anderen zu halten, führt zu einem durch und durch beglaubigten Verhältnis, zu einer unangestrengten Liebe.
Herta Müller, Aus: Der König verneigt sich und tötet. Carl Hanser Verlag, München Wien   2003

Dafür entpuppten sich die Italiener aus dem italienischen Restaurant nebenan als Griechen. Nachdem sie den Laden übernommen hatten, waren sie zur Volkshochschule gegangen, um dort Italienisch zu lernen, erzählten sie mir . . .
Berlin ist eine geheimnisvolle Stadt . . .   Nichts ist hier echt, jeder ist er selbst und gleichzeitig ein anderer.
Wladimir Kaminer. Geschäftstarnungen   Aus: Russendisko, 1. Aufl. 2002. S. 97 ff